Wie man die richtige Agentur für Google Anzeigen findet

Die Wahl der richtigen Agentur für Google Anzeigen kann sich als schwieriger gestalten, als man im ersten Moment annimmt. Worauf muss man achten? Was muss sie alles anbieten? Besonders für kleine Unternehmen mit begrenztem monatlichen Budget kann es zu einer Mammutaufgabe werden. Mit den folgenden Tipps hast du aber zumindest einen kleinen Ratgeber bei der Hand, womit du deine Google Ads Agentur überprüfen kannst.

Die Chemie muss stimmen

Ein oft unterschätzter Faktor, dafür aber umso wichtiger. Schließlich will keiner mit jemanden zusammenarbeiten, mit dem man einfach nicht warm werden kann. Es wäre sowieso ein wenig leichtfertig die erstbeste Agentur zu wählen, ohne sich vorher ein genaueres Bild von anderen Möglichkeiten zu machen.

Außerdem sollte das erste Gespräch/Kennenlernen immer möglichst persönlich von Statten gehen. Man kann einen Menschen besser einschätzen, wenn man ihm direkt gegenüber sitzt, als wenn man nur telefonisch oder schlimmer nur per Email mit ihm kommuniziert.

Darum der erste Tipp: Mit mehreren agenturen sprechen, bevor eine vernünftige Entscheidung getroffen werden kann.

Was wird alles angeboten?

Vielleicht verkauft dir die Agentur mehr als du eigentlich brauchst. Natürlich kann es sinnvoll, den kompletten Webauftritt durchzuplanen um dann eine maßgeschneiderte Strategie zu entwickeln. Plötzlich ist man online auf allen Kanälen vertreten. Am Ende kommt dann aber auch die fette Abrechnung, denn gute Agenturen haben eben auch ihren Preis.

Da wäre es vermutlich doch besser gewesen, das ganze Projekt Schritt-für-Schritt aufzubauen. Nach jedem Schritt sollten mehr Kunden gewonnen werden, welche wiederum das Geld für das nächste Marketing-Projekt einbringen.

Ergebnisse müssen messbar sein

Kaum zu glauben, dass es immer noch Agenturen gibt, die nicht richtig zurückverfolgen können, wie viele Neukunden über die geschaltene Werbung kommen.

Immerhin will auch jedes Unternehmen wissen, dass die jeweilige Agentur einen guten Job macht. Kann diese nicht nachweisen, dass sie ihr Geld tatsächlich wert ist, kann sie guten Gewissens schnell wieder abgesägt werden.

Einer meiner Klienten (ein Elektriker) hat gemerkt, dass sich meine Arbeit für ihn lohnt, nachdem ihm eine Kundin mitgeteilt hatte, dass sie ihn nur gefunden hat, weil seine Anzeige das oberste Ergebnis in der Google Suche war.

Man muss verstanden werden

Dieser Punkt knüpft an der “richtigen Chemie” an und zeigt noch einmal, wie wichtig das Zwischenmenschliche eigentlich ist. Man sollte sich selbst fragen: Versteht die Agentur meine Probleme, meine Situation und alle meine Anliegen? Oder bin ich doch nur ein weiteres rentables Geschäft für sie?

Ein Qualitätsmerkmal ist, wenn die jeweilige Agentur mehr Fragen stellt, als nur über sich selbst und ihre bisherigen Erfolge spricht. Es ist schön und gut, wenn sie etwas vorzuweisen haben, aber jeder Fall ist individuell zu betrachten. Jeder Mensch will sich irgendwo verstanden fühlen.

Aus diesem Grund habe ich mich selbst zum Beispiel auf Kleinunternehmen und Handwerker spezialisiert. Durch meinen persönlichen, familiären Background kenne ich die Probleme dieser Gruppe und weiß, dass sie oft kein großes Marketing-Budget zur Verfügung hat.

Transparenz & Kontrolle

Es darf niemals passieren, dass die Agentur sämtliche Daten für sich behält. Alles muss offen liegen. Solltest du dich nämlich für einen Wechsel der Agentur entscheiden, müsste die neue Agentur in solch einem Fall wieder bei Null anfangen und der gesamt bisherige Fortschritt wäre für die Katz. Glaube mir, das willst du nicht!

Über größere Änderungen sollte dir die Agentur ebenfalls immer vorher Bescheid geben bzw. deine Erlaubnis einholen. Im schlimmsten Fall erhöht sie einfach das monatliche Budget ohne deine Zustimmung.

Meine Klienten bekommen daher immer einen Administrator Zugriff auf ihre Kampagnen, Auch wenn es sie meistens nicht interessiert, behalten sie immer die volle Kontrolle über das Geschehen.

Ein Ansprech-PARTNER

Das Wort “Partner” sollte immer groß geschrieben werden. Nicht nur, weil er jederzeit ansprechbar sein muss, sondern auch, weil er an deinem Erfolg mindestens genauso interessiert sein sollte, wie an seinem eigenen. Eine Google Ads Agentur verdient sich ihr Geld, indem sie dir neue Kunden = Mehr Geld einbringt. Sie muss sich quasi selbst bezahlen.

Aus diesem Grund verspreche ich meinen Kunden auch, dass ich ihnen innerhalb eines Monats neue Kunden einbringen werde. Sollte ich dies nicht schaffen, müssen sie mich auch nicht bezahlen.

Aber keine Sorge. Erfüllt eine Agentur alle vorherigen Punkte, hat sie sich den Titel “Partner” auch redlich verdient.

Der Preis ist heiß

Kommen wir zum entscheidenden Punkt. Welchen Preis kann oder sollte ein Experte für Google Ads verlangen. Oder besser gesagt, wie viel ist er wert?

Solange er dir mehr Geld einbringt, als du ihm bezahlst, könnte er ja praktisch so viel verlangen wie er will, oder nicht? Naja, nicht so ganz. Du willst ja nicht unnötig viel Geld zum Fenster rauswerfen…

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Quelle: https://giphy.com

Es gibt mehrere Methoden, wie eine Agentur ihre Preise verrechnen kann:

    1. Nach Stundensatz
      Dieser Ansatz bietet sehr viel Flexibilität, kann bei größeren Projekten aber auch schnell zu großen Beträgen führen. Vor allem bei großen Agenturen, die ein breites Spektrum an Dienstleistungen anbieten, werden gut und gerne mal 100€ pro Stunde verrechnet. Dies kann aber als Investition angesehen werden, sofern sie tatsächlich die versprochenen Ergebnisse einbringen können.
    2. Nach Paketen
      Hier gibt es im Vorhinein schon fix zusammengeschnürte Preis-Pakete nach denen man sich richten kann. Das hat natürlich den ungemeinen Vorteil, dass man schon im Vorhinein grob abschätzen kann, was das ganze kosten wird. Für besondere Wünsche muss im Normalfall dann aber auch ein Aufpreis bezahlt werden.
    3. Prozent des Werbebudgets
      Einige Agenturen berechnen ihren Aufwand danach, wie groß das monatliche Budget derer Kunden ist. Das kann von 10% bis 30% Anteil am Budget reichen, je nachdem um welchen Agentur und welchen Kunden es sich handelt. Je mehr monatliches Budget du aufwenden willst, desto mehr schneidet die Agentur demnach auch mit.
    4. Erfolgsbasiert
      Zuerst werden ein paar Ziele aufgestellt. Werden diese erreicht bzw. je nachdem wie gut diese erreicht werden, stellt die Agentur ihren beigetragenen Anteil in Rechnung. Auf den ersten Blick erscheint diese Methode wie ein faire Win-Win-Situation. Und genau so sollte es auch sein. Leider gibt es aber ein paar “böse” Agenturen, die mit eher miesen Techniken einen gefälschten Erfolg vortäuschen, sodass sie mehr verlangen können.

Das sind so ungefähr die gängigsten Varianten, wie eine Agentur ihre Arbeit verrechnen kann. Es gibt noch Hybrid-Modelle, welche mehrere der oben genannten Möglichkeiten verbinden.

Wichtig ist nur zu verstehen, dass ALLE dieser Methoden Vor- und Nachteile haben. Man muss hier für sich selbst entscheiden, was am besten zur eigenen Firma passt.

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