Eine Einführung in Content Marketing

Was ist eigentlich Content?

Content-Management oder Content Marketing sind Begriffe, die sich schon lange im modernen Marketing etabliert haben. Für alle, die nicht so sehr auf dem Laufenden sind was die Digitalisierung betrifft, gibt es hier trotzdem noch ein wenig Aufholbedarf.

Das Wort “Content” kommt aus dem Englischen und bedeutet zu deutsch so viel wie “Inhalt”. Damit kann im Grunde alles gemeint sein, was Sie oder Ihre Firma veröffentlichen. Denn wie du bestimmt weißt, ist es im digitalen Zeitalter kaum noch möglich, irgendetwas zu verheimlichen, sobald es erst einmal online ist.

Content Marketing Definition
Das sagt Wikipedia über Content Marketing

Die Inhalte, die du veröffentlichst bestimmen maßgeblich wie du wahrgenommen wirst. Im positiven, wie manchmal auch im negativen Sinne.

Also überlege dir besser zweimal, mit welchen Themen du in Verbindung gebracht werden willst und wie du in der Öffentlichkeit dastehen willst. Mit deinem Content kannst du nämlich selbst kontrollieren, wie das passiert.

Wie du siehst, handelt es sich demnach ganz und gar nicht um eine Modeerscheinung des letzten Jahrzehnts. Es geht vielmehr um einen ganzheitlichen Ansatz beim Vermarkten deines Unternehmens und deinen Werten.

Unterschätze diese Thematik lieber nicht.

In diesem Artikel wird darauf eingegangen, warum du eigentlich Content zu Marketingzwecken nutzen solltest und natürlich auch wie du dabei vorgehen kannst. Denn alles Wissen der Welt nützt einem bekanntlich nichts, wenn du es nicht auch in der Praxis anwendest.

Am Ende weißt du Bescheid, was notwendig ist, um mit deiner Content Marketing Strategie erfolgreich zu werden. Außerdem bekommst du alles in einer kurzen Liste zusammengefasst.

Aber reden wir nicht länger um den heißen Brei herum und springen direkt zum ersten Punkt…

Warum Content zu Marketingzwecken nutzen?

Warum solltest du dir überhaupt die Mühe machen und auf Content-Marketing setzen?

Immerhin sieht man lange keine Erfolge und muss trotzdem regelmäßig ein gewisses Maß an Zeit investieren. 

Tja, da hast du schon recht. Und genau, deswegen MUSST du auf das Content-Marketing Pferd setzen. Während all deine Konkurrenten diese Arbeit nicht auf sich nehmen wollen, kannst du still und leise laufend deine relevanten Inhalte veröffentlichen. 

Sobald du nach ein paar Monaten richtig Aufsehen erregt hast und die ersten Ergebnisse verbuchen kannst, werden deine Mitbewerber ebenfalls auf den Zug aufspringen wollen. Doch dann ist es oftmals schon zu spät. Dein Vorsprung ist einfach zu groß für ernst zu nehmende Konkurrenz.

Wie eingangs schon erwähnt, kannst du mit gezieltem Content Marketing dafür sorgen, dass du bzw. dein Unternehmen mit bestimmten Themen in Verbindung gebracht wird. Überlege dir also bei welchen zwei Wörtern die Menschen an deine Firma denken sollen. Anschließend sorgst du dafür, dass du diese zwei Wörter sprichwörtlich “besitzt”.

Ein weiterer überzeugender Grund, warum du deinen Content Marketing Sektor ausbauen solltest ist, weil du über keinen anderen Weg derart viel Vertrauen zu deiner Zielgruppe aufbauen kannst.

Vielleicht kennst du ja “John Deere”, einen der größten und wichtigsten Hersteller von Maschinen für den Agrarsektor.

Was du aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht weißt – sofern du nicht zufällig selbst in der Landwirtschaft tätig bist – ist, dass John Deere seit über 100 Jahren (lange bevor der Begriff Content Marketing aufkam) seine eigene Zeitschrift “The Furrow” herausgibt.

Beispiel zu Content Marketing von John Deere

Dabei nutzt das Unternehmen John Deere sein gewaltiges Know-How, um Landwirten überall auf der Welt relevante Informationen zu übermitteln. Das Magazin hat mehr als 1,5 Millionen Abonnenten in 40 Ländern weltweit und wird in 14 Sprachen übersetzt. 

Lass das mal einen kurzen Moment auf dich wirken!

Was aber am interessantesten dabei ist, ist die Tatsache, dass John Deere diese Möglichkeit nicht im Geringsten dazu nutzt, um seinen Abonnenten etwas aktiv zu verkaufen. In all den Jahren ist es dem Agrarkonzern immer nur darum gegangen, seinen Lesern einen echten Mehrwert zu bieten und diese mit nützlichen Inhalten zu unterrichten.

Was denkst du, wie sich die begeisterten Leser dafür bei John Deere revanchieren werden?

Wie vorgehen?

Mal ganz unter uns: Wie viele der Unternehmen da draußen machen sich schon im Vorhinein ernsthaft Gedanken über ihre Inhalte? 

Wenn man nach einem bestimmten Thema in Google sucht, scheinen alle irgendwie über die gleichen Themen zu sprechen. Es gibt nicht wirklich viele Anbieter von originellen und neuen Informationen. Das macht es dir wiederum umso leichter aus der Masse hervorzustechen.

Das soll natürlich nicht bedeuten, dass es eine leichte Herausforderung für dich wird. Ganz im Gegenteil, denn wenn es einfach wäre, dann würde es eben jeder tun. Fang also einmal damit an, das zu tun, was deine Konkurrenz nicht tun will.

So wie jede gute Strategie beginnt auch diese hier zuerst mit der korrekten und gut durchdachten Planung. Überspring diesen fundamentalen Schritt und du wirst, genauso wie alle anderen ahnungslosen Firmen, am Ende wie ein kopfloses Huhn durch die Gegend laufen. 

Beginne damit, dir Gedanken über dich selbst und deine Zielgruppe zu machen. 

Wo überschneiden sich dein eigenes Know How mit den Interessen bzw. Problemen deiner potentiellen Kunden? 

An diesen Überschneidungspunkten kannst du im späteren Verlauf anknüpfen. Um zum Beispiel von John Deere zurückzukommen, beantwortet das Magazin Fragen rund um den Ackerbau etc. 

Damit ist es aber noch nicht getan, denn zu diesem Zeitpunkt bist du deiner Konkurrenz noch nicht wirklich weit voraus. So eine Analyse ist schnell gemacht und hält niemanden davon ab, nur ein weiterer der hunderten ungelesenen Blogs zu werden.

Konzentriere dich daher auf eine möglichst kleine und spezielle Nische, innerhalb dieses Überschneidungspunktes. Es muss sich um eine Nische handeln, die noch kaum behandelt wurde und bei der du ein ehrliche Chance hast, Marktführer zu werden. 

Der Badezimmer-Podcast zeigt, dass selbst die klassische Handwerksbranche für geniales Content Marketing geeignet ist.

Hier gilt: Je spezieller, desto besser. Aber es muss selbstverständlich dennoch echtes Interesse vorhanden sein.

Nutze Google Trends und recherchiere zu verschiedenen Begriffen in deiner jeweiligen Branche. So kannst du schon jetzt erkennen, wonach in letzter Zeit verstärkt Suchanfragen gekommen sind und dir diesen Trend zunutze machen.

Hast du diesen Punkt erst einmal abgeschlossen, steht deinem Vorstoß beim Dominieren deines jeweiligen Marktes nichts mehr im Wege. Hier trennt sich quasi die Spreu vom Weizen und die Tüchtigen werden mit höheren Besucherzahlen belohnt.

Eine passende Nische finden

Hast du schon eine geeignete Nische im Kopf?

Falls nicht, keine Panik auf der Titanic!

Am besten du freundest dich so schnell wie möglich mit “Google Trends” an. Hierbei kannst du dir die riesigen Datenbestände der Suchmaschine zunutze machen und herausfinden, wohin die Reise gehen soll.

Achte dabei vor allem auf die “Ähnlichen Suchanfragen”, denn hier kannst du oft mehr über deine Zielgruppe und deren Interessen herausfinden, als du im ersten Moment glauben würdest. 

Nehmen wir zum Beispiel an, dass du einen Blog für Hobbyfotografen betreiben. Und du willst einen Artikel über “Digitalkameras” veröffentlichen. Aus Neugier schaust du daher zuerst auf Google Trends und siehst das…

Google Trends für neue Content Marketing Ideen nutzen

Der Begriff “Ausreißer” steht dabei für Suchanfragen, die besonders stark in letzter Zeit durchgeführt wurden. 

Jetzt weißt du, über welches Thema du schreiben könntest. Natürlich solltest du sicherheitshalber dennoch vorher die Konkurrenz auschecken um zu sehen, ob es schon zu viele Artikel dazu gibt.

Selbst wenn dir nicht immer zu 100 Prozent ein Volltreffer gelingen sollte, bist du mit diesem Werkzeug bestens für die Zukunft gewappnet. 

Am besten du legst sofort los und findest relevante Themen für deine eigene Zielgruppe.

Die richtige Vorgehensweise für Content Marketing

Viel zu oft müssen wir miterleben, wie verschiedenste Unternehmen richtig überschwänglich werden und am liebsten alles gleichzeitig machen würden. 

Und in den meisten Fällen ist genau das der Grund, warum du keinen Erfolg und keine Ergebnisse verzeichnen kannst.

Es gibt eine klare Formel, an die du dich halten kannst/musst um langfristig mehr und mehr Umsatz und Nutzer durch deinen Content zu bekommen. 

Du kannst die Variablen dabei ändern und deinen Bedingungen anpassen. Die grundlegende Strategie bleibt dabei jedoch immer gleich.

  1. Fokussiere dich auf ausschließlich eine Art von Content.
    Dabei kann es sich um Video, Audio oder Text handelt. Es spielt keine Rolle, solange du nur dieser einen Art die Treue schwörst.
  2. Setze alles auf nur eine Plattform.
    Verstreue deine wertvollen Informationen nicht überall im Netz in der Hoffnung, dass irgendwo irgendjemand anbeißt. Wir gehen später noch darauf ein, welche Medien zu bevorzugen sind.
  3. Veröffentliche auf regelmäßiger Basis deinen Content.
    Du kannst zum Beispiel festlegen, jeden Montagnachmittag einen Artikel hochzuladen. Sobald du entschieden hast, wie häufig du publizieren willst, musst du dich unter allen Umständen IMMER daran halten.
  4. Gut Ding braucht Weile.
    Die ersten positiven Veränderungen solltest du nicht vor 9 Monaten erwarten. Ja, das hört sich im ersten Moment nach einer langen Zeit an. Selbst im zweiten Moment ist es noch ein großer Zeitraum, aber Content Marketing ist eben ein Marathon und kein Sprint.

Mache dir ausführlich Gedanken zu jedem einzelnen dieser Punkte und wie er am besten zu deinem Unternehmen passen könnte. 

Nicht jedes Medium passt zu jeder Branche und nur, weil einer deiner Mitbewerber Videos auf YouTube veröffentlicht, bedeutet das noch lange nicht, dass du es ihm gleichtun musst.

Lege eine maßgeschneiderte Strategie für dich fest, dann gibt es auch nur noch eine Sache die du tun musst, um damit erfolgreich zu werden. Dich daran halten!

Vor allem die lange Dauer – man könnte schon fast Wartezeit sagen – ist, was den Großteil der Unternehmen anfangs einschüchtert. 

Denk noch einmal daran, was zu Beginn dieses Artikels gesagt wurde. Darüber, dass du einen Vorteil daraus ziehen kannst, dieses eine Unternehmen zu sein, welches eben doch die Herausforderung stemmt und sich für den Marathon entscheidet.

Das redaktionelle Leitbild

Was unterscheidet deine Content Strategie von jedem Medienunternehmen?

Es ist das redaktionelle Leitbild. Dabei wird immer schon zu Beginn festgehalten wer das Publikum ist, was geliefert wird und wie das Resultat aussehen wird. 

Du kannst dieses Leitbild auf vielen Firmenwebsites auf der “Über uns” Seite finden, da das Leitbild nichts anderes darstellt als die Grundwerte jedes Unternehmens.

Unternehmensgrundsätze von Alnatura als Beispiel für ein redaktionelles Leitbild.
Hier als Beispiel die Unternehmensgrundsätze von Alnatura

Vielleicht fragst du dich jetzt, warum du überhaupt ein redaktionelles Leitbild für deine veröffentlichten Inhalte festlegen sollten. Die Antwort ist, weil du dann ein grundsolides Fundament hast, auf das du aufbauen kannst. 

Gleichzeitig kommst du mit einem klaren Leitbild nie vom rechten Weg ab. Du weißt zu jeder Zeit, wonach sich dein Content zu richten hat.

Die drei Säulen, des redaktionellen Leitbildes sind:

  • Publikum – für wen sind meine Inhalte
  • Lieferung – was bekommen meine Leser
  • Resultate – zu welchen Ergebnissen führt mein Content

Nimm dir all die Zeit die du brauchst, um ein klares und leicht verständliches Statement zu formulieren. 

Henry Ford hat einmal gesagt “Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenige Leute damit beschäftigen.”

Überspringe diesen notwendigen Schritt und du wirst dich leicht im Dschungel des Content Marketing verirren.

Diese Plattform solltest du nutzen

Falls du schon einmal über Facebook Werbung geschaltet oder Content veröffentlicht hast, dann hast du bestimmt auch schon ein gewisses Maß an Likes oder Followern. 

Preisfrage: Wie viele deiner “treuen” Follower sehen deine organischen Beiträge in deren Newsfeed?

Die schockierende Wahrheit ist, dass es nicht viel mehr als 1% sind! 

Ganz schön bitter, oder? Nachdem Facebook seinen Algorithmus verändert hat (und auch weiterhin laufend verändern wird), musst du künftig bares Geld bezahlen, um zu deiner eigenen Leserschaft vorzudringen. 

Starbucks nutzte die falsche Plattform für seinen Content
Selbst Starbucks kann sein Millionen-Publikum nur noch mit bezahlten Anzeigen erreichen

Daran ist erstmal nichts verkehrt, denn auch Facebook ist ein Unternehmen das Geld verdienen will und seinen Nutzern gleichzeitig nicht den Tag mit unnötigem Spam-Content den Tag verderben will.

Für dich und deine Inhalte bedeutet das aber, dass du Facebook und allen anderen Social Media Plattformen ausgeliefert bist. Es ist deren Spielplatz und du musst nach deren Regeln spielen, egal wie oft sie diese auch ändern wollen.

Was bleibt dir noch übrig?

Jede Möglichkeit, über die du die Kontrolle behältst. Klar, selbst bei der eigenen Website gibt es Faktoren auf die man keinen Einfluss hat (z.B. Hosting Provider, WordPress etc.). Dennoch kannst du die Blog Artikel auf deiner Firmenwebsite immer so gestalten, wie du es willst. Dabei musst du nicht befürchten, gegen irgendwelche Richtlinien zu verstoßen.

Des Weiteren steigt die Qualität der Besucher deiner Website im Gegensatz zu den Likes auf Facebook, die teilweise nur wahllos verteilt werden. Wer extra auf deine Webseite kommt, um sich zu informieren und über bestimmte Themen zu recherchieren, zeigt auf jeden Fall echtes Interesse.

Das gleiche gilt natürlich auch für Video- und Audio-Content. Hierzu muss aber erwähnt werden, dass es sich von haus aus schwieriger gestaltet, vollkommen auf YouTube zu verzichten und trotzdem längerfristig relevante Videos zu veröffentlichen. Nichtsdestotrotz sollte das Endziel immer die “eigenen vier Wände” sein.

Sobald du hohe Interaktionen und monatliche Besucherzahlen auf deiner Website verzeichnen kannst, solltest du den nächsten wichtigen Schritt tun und den Sack endgültig zu machen.

Baue deinen eigenen Newsletter – Print oder Elektronisch –  auf und füttere die mittlerweile begeisterten Fans mit noch exklusiveren Inhalten.

Diversifikation

Vielleicht geht es dir genauso wie vielen anderen Menschen, die sich das erste Mal mit Content Marketing auseinandersetzen. Plötzlich hat man all diese Ideen, die man für seine Firma umsetzen könnte.

Wie weiter oben schon angesprochen, ist es aber wichtiger, sich zuerst einmal auf nur ein einziges Medium zu konzentrieren. 

Das machst du solange, bis du deine kritische Nummer an Fans erreicht hast. Diese kritische Nummer kann von Fall zu Fall variieren, je nachdem ob du andere Firmen bedienst oder direkt den Endkonsumenten.

Angenommen, du willst mindestens 10.000 Abonnenten haben, um eine gute Basis für dein weiteres Vorgehen zu haben. Was kannst du machen, sobald du diese Zahl erreicht hast?

Das Zauberwort lautet “Diversifikation”. 

Damit ist gemeint, dass du dir erst ab diesem Zeitpunkt ohne Probleme weitere Standbeine aufbauen kannst. Als Firma solltest du darauf abzielen, die führende digitale Plattform auf deinem Gebiet zu werden, genauso wie auch die führende Print Plattform. 

Du ahnst schon, dass es spätestens jetzt soweit ist, dein firmeneigenes Magazin bzw. Zeitschrift zu veröffentlichen. 

Das mag im ersten Moment für viele Unternehmen abschreckend wirken, doch so lange du deinen Abonnenten echten Mehrwert bietest und diese auch noch bereitwillig dafür bezahlen, kann doch nicht zu viel schiefgehen, oder?

Außerdem ist es jetzt an der Zeit ernsthaft über Events, Seminare oder persönliche Coachings nachzudenken. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fan, der mit gleich mehreren deiner Angebote interagiert, bei dir zum Kunden und Stammkunden wird, ist exorbitant höher als bei deinen restlichen Lesern.

Überleg dir einmal in Ruhe, welcher Weg für dich und dein Unternehmen am ehesten in Frage kommt und wie du diese Dinge dann umsetzen könntest. 

Bestimmt wirst du auf die ein oder andere kreative Idee kommen, an die du noch vor kurzer Zeit im Leben nie gekommen wärst.

Die Abonnenten Liste

Die schlechte Nachricht zuerst: Auch zu diesem Punkt sind wir noch immer nicht am Kauf angekommen. Es geht weiterhin darum, deine Zielgruppe und potentiellen Käufer mit Informationen zu begeistern.

Die gute Nachricht ist dafür, dass du das Vertrauen der Zielgruppe mehr und mehr für dich gewinnst. Es wurde schon in der Bibel und anderen sehr viel älteren Religionen erwähnt, “Geben ist seeliger denn Nehmen” und an diese Weisheit hält sich jede seriöse Content Marketingstrategie. 

Wenn wir hier von Abonnenten sprechen, sind damit nicht YouTube Abonnenten oder Follower auf Twitter gemeint. Es geht vielmehr um die Abonnenten deines E-Mail-Newsletters oder deines Print Magazines. Ja, auch Print kann noch ganz gut funktionieren.

Locke deine Fans, Leser und Zuhörer mit einem besonderen Angebot an, sodass sich diese gerne in deine Liste eintragen wollen. 

springlane liefert tolles Content Marketing auf mehreren Kanälen.
Springlane lockt seine Abonennten mit kreativen Rezeptideen

Der Vorteil bei E-Mail Abos ist natürlich, dass du sehr viel einfacher verfolgen kannst, wie häufig die Leser damit interagieren und ob auf Links geklickt wird.

Außerdem ist bei den heutigen Möglichkeiten ein E-Newsletter auch wesentlich schneller aufgesetzt und kostengünstiger als jede Print Alternative.

Trotzdem gibt es auch ein paar Punkte, die mehr für Abonnenten eines Print-Mediums sprechen. 

Zum Beispiel bietet es eine attraktive Lösung für dein Unternehmen, zusätzlich ein regelmäßiges Einkommen zu generieren. Für elektronische Post wird wohl kaum jemand bezahlen.

Aber warum entscheiden?

Wenn du siehst, dass sich die E-Mail Liste immer größerer Bekanntheit und Reichweite erfreut, kannst du ja immer noch beschließen ein “echtes” Magazin herauszugeben. 

Wichtig ist zu jeder Zeit, dass du deinem Publikum einen Mehrwert bieten. 

Anders wird sich auch niemand in deine Liste eintragen. Gib deines Zielgruppe einen Grund regelmäßig neue Nachrichten von dir erhalten zu wollen. Das kann in Form eines kostenlosen Ebooks, Webinars oder eines Forschungsberichts passieren.

Du bekommst vermutlich selbst Unmengen an Spam-Mail jeden Tag in dein Postfach geschwemmt. Und dann sind da noch diese 2-3 Ausnahmen, die eben doch geöffnet und gelesen werden.

Nimm dir ein Beispiel an diesen Ausnahmen. Analysiere sie und mach dir Gedanken darüber, was du davon für deinen eigenen Newsletter übernehmen kannst.

Monetarisieren

Du hast bis jetzt gelernt, wie man sich eine treue und begeisterte Fanbase aufbaut. Klar dauert das alles erstmal eine gewisse Zeit, bis es sich um eine nennenswerte Zahl handelt.

Aber was bringt dir ein gewaltiges Publikum, wenn du es nicht schlussendlich auch in klingende Münze umwandelst? 

Der erste Ratschlag – der auch irgendwie auf der Hand liegt – ist, dass du mit offenen Augen und Ohren auf alles Acht geben, was deine Zielgruppe äußert. 

Nicht selten kommt es vor, dass anfangs noch gar keine Idee im Raum steht, wie Geld verdient werden soll, aber nachdem die Leser eines Blogs ihre Sorgen und Probleme äußerten, fand eben jener Blog eine Möglichkeit zur Monetarisierung. 

Dabei stehen dir viele Möglichkeiten offen. Du kannst mit Werbeanzeigen dein Publikum auf diverse Produkte aufmerksam machen und dafür eine kleine Provision bekommen. 

chip nutzt content marketing um werbeanzeigen zu verkaufen.
Auch chip.de verkauft Werbeplätze an andere Firmen

Du kannst aber auch genauso gut eigene Produkte erschaffen und diese unter deinem eigenen Namen vertreiben. Ein gutes Beispiel dafür sind Koch- oder Back-Kanäle, die später eigene Kochbücher herausgeben. 

Die treuen Fans greifen hier gerne zu und unterstützen ihre Idole.

Vergiss nicht, dass alleine durch deine kontinuierliche Marketing Strategie sowieso mehr und mehr Leute deine Produkte oder Dienstleistungen kaufen werden. Denk nochmal an das Beispiel von John Deere. 

Das Magazin The Furrow hat nur eine einzige Aufgabe, nämlich Landwirte zu informieren. In über 100 Jahren hat das Magazin den Namen John Deere keine 20-Mal erwähnt, weil es nicht darum geht, irgendetwas zu verkaufen. 

Trotzdem kaufen die Abonnenten des Magazins eher bei John Deere ihre Produkte, als bei jedem anderen Anbieter.

Es kommt eben immer auf deine individuelle Situation an und was du im Moment schon anzubieten hast. 

Nicht jedes Unternehmen kann Software verkaufen oder eigene Produkte entwickeln.

Zusammenfassung

Damit wären wir schon am Ende dieses Artikels angelangt. 

Du weißt jetzt, was guten Content ausmacht, warum du deine Inhalte zu Marketingzwecken nutzen solltest und wie du dabei vorgehen kannst. 

Damit du bei deinem weiteren Vorgehen nicht die Übersicht verlierst, sind hier noch einmal die nötigen Schritte für dich zusammengefasst.

Damit behältst du den gesamten Prozess in jedem Stadium genau im Auge.

  1. Mach dir Gedanken zu deiner bisherigen Vorgehensweise
  2. Lege eine maßgeschneiderte Strategie für die Zukunft fest
  3. Konzentriere dich auf nur ein Medium (Video, Audio, Text)
  4. Nutze Plattformen, auf denen du die Kontrolle behältst
  5. Veröffentliche deine Inhalte auf regelmäßiger Basis
  6. Locke dein Publikum mit einem Angebot in deine Abonnenten Liste
  7. “Geben ist seeliger denn Nehmen”
  8. Erwarte die ersten Ergebnisse erst nach 12 – 18 Monaten

Es war mir eine Freude, dir das Thema Content Marketing mit diesem Artikel näher zu bringen.

Bonus: Ein Imperium aufbauen

Was kannst du tun, wenn du eigentlich gar nicht die Zeit hast dich 12 Monate oder länger diesem Mammutprojekt zu widmen? Oder womöglich hast du auch einfach keine Lust dazu, das alles selbst zu tun.

Vielleicht hast du ja die Möglichkeit, das Mammutprojekt eines anderen zu erwerben. 

Sehr viele Firmen haben zwar kein Know-How in diesem Bereich, jedoch haben sie genügend Kapital um bereits etablierte und geschätzte Medien zu übernehmen.

Das bietet dir natürlich den ungeheuren Vorteil, dass die ganze mühsame Arbeit und Zeit schon investiert wurde und der Baum schon Früchte trägt. Oft können die beiden Partner bei einer derartigen Übernahme auch massiv voneinander profitieren. 

Im Normalfall würdest du ja nur ein Medium kaufen, dass auch im selben Bereich tätig ist, wie dein eigenes Unternehmen.

Falls du leider keine gewaltigen Cash-Bestände hast und eine Übernahme daher nicht für dich in Frage kommt, ist das auch kein Grund zur Verzweiflung. Immerhin hast du bereits selber alle nötigen Infos, um erfolgreich zu werden.

Sobald du dir selbst mehrere Standbeine aufgebaut hast, kannst du immer noch bestehende Kanäle übernehmen. 

Warum sich für einen Weg entscheiden, wenn auch beide gleichzeitig einen Sinn machen würden?

Mit der richtigen Strategie kannst du so dein eigenes Imperium aufbauen und deine Marktherrschaft weiter ausbauen. Wer weiß, eines Tages bekommst du vielleicht sogar selbst ein Kaufangebot von einer anderen Firma für all deine bestehenden Kanäle. 

Das Unternehmen “Arrow Electronics” – ein Anbieter für elektronische Artikel – zum Beispiel besitzt über 50 verschiedene Content Marken, die sie entweder selbst erschaffen oder gekauft haben.

Arrow Electronics besitzt ein Content Marketing Imperium

Das macht Arrow Electronics wohl zum größten Medienunternehmen im Elektronik-Sektor. Wirklich beachtlich ist aber, dass das Unternehmen dadurch nicht nur seinen gesamten Umsatz (ca. 25 Milliarden Euro) weiter ausbaut, sondern dass tatsächlich jedes einzelne dieser über 50 Medienplattformen selbst profitabel läuft.

Ein Beispiel, dem man gerne folgen möchte.

Schreibe einen Kommentar