Die Landing Page

Die Landing Page (zu Deutsch Landeseite) ist jene Seite, auf der die Besucher „landen“, sobald sie auf einen Link geklickt haben. Dabei kann es sich zum Beispiel um ein Suchergebnis oder eine Werbeanzeige handeln.

Ziel einer Landing Page ist es, im besten Fall die Besucher der Seite zu einer Conversion zu bringen. Egal, ob diese Conversion darin besteht, einen Kauf zu tätigen oder sich für einen Newsletter anzumelden.

Es ist wichtig bei jeder Landing Page zu beachten, dass man seine Besucher nicht verwirren sollte. Gemeint ist damit, dass wenn der Besucher auf Google nach „Sporttaschen“ sucht, sollten auf der Landing Page ausschließlich Sporttaschen angezeigt werden. Weitere Produkte, wie etwa Ledertaschen, würden den Interessenten nur abschrecken.

Eine gute Landing Page funktioniert im Grunde wie eine Einbahnstraße.

Es sollte nur eine mögliche Richtung für den Besucher geben und das ist in Richtung Conversion. Auf jegliche Form von Navigation oder Verlinkungen ist daher zu verzichten.

Dabei kann eine Landing Page entweder eine bereits bestehende Webseite sein oder eine Webseite, welche speziell für ein ganz bestimmtes Thema erstellt wurde (z.B. für ein Gewinnspiel), sein. In letzterem Fall spricht man von einer sogenannten Microsite.

Die Startseite einer Webseite eignet sich allerdings nicht optimal als Landing Page. Das liegt daran, dass eine Startseite für gewöhnlich mehr als nur ein bestimmtes Produkt darstellt und eher dafür bestimmt ist, seinen Besuchern einen Überblick über die Webseite zu verschaffen.

Benutzer kommen über unterschiedliche Wege auf eine Landing Page. Zum Beispiel über beworbene Kampagnen in Google, Links aus E-Mail-Kampagnen oder Blogposts.

Aus diesem Grund ist es immer wichtig zu wissen, von wo man seine potentiellen Kunden erhält, damit man perfekt auf deren Bedürfnisse eingehen kann.

Was muss die perfekte Landing Page haben?

Kurz gesagt, die perfekt Landing Page gibt es nicht. Jedoch gibt es 7 Kernelemente, die in fast allen Landing Pages zu finden sind. Dabei muss aber jeder für sich selbst entscheiden, ob er alle 7 Elemente verwenden möchte oder, ob nur ein paar davon für die eigene Seite ausreichen.

Die 7 Elemente einer Landing Page

Grundsätzlich lässt die Landeseite in folgende Punkte unterteilen:

  1. Headline
  2. Heroshot
  3. Fließtext
  4. Aufzählung
  5. Leadtext
  6. Trust
  7. Call to Action

Headline

Die Headline (Überschrift) entscheidet maßgeblich darüber, wie viele Besucher auf einer Webseite bleiben und wie viele sofort wieder abspringen. Über die Headline wird kommuniziert, worum es auf der jeweiligen Seite geht. Aus diesem Grund, muss der Mehrwert für den Besucher in der Überschrift klar ersichtlich sein.

Darüber hinaus animiert eine gut formulierte Headline den Besucher dazu weiterzulesen. Sie sollte den Leser gewissermaßen emotional mitreißen.

Aber Achtung: Zu reißerisch, wie es mittlerweile in einigen Tageszeitungen praktiziert wird, könnte unseriös wirken. Eine hohe Absprungrate wäre die Folge.

Heroshot

Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte. Genau dieses Prinzip kommt beim Heroshot zum Einsatz.

Abbildung 1: Beispiel für einen Heroshot bei woodbuds.com

Der Heroshot macht eine Landing Page „menschlicher“, da wir uns an anderen Menschen orientieren, besonders dann, wenn diese attraktiv und erfolgreich sind.

Im Idealfall geht der Blick des „Helden“ in Richtung Call-to-Action Button, Anmeldeformular oder Ähnlichem und bietet so die Möglichkeit, sofort zur Conversion zu führen. In der Abbildung oben ist der Heroshot darum sehr gut gewählt.

Natürlich ist der Heroshot kein absolutes Muss für jede Webseite. Auf manchen Landing Pages wäre er vermutlich sogar überflüssig und würde für Verwirrung sorgen. Hier kommt es darauf an, genau zu definieren, was das Ziel der Seite sein soll und an welche Besucher sie sich richtet.

Fließtext

Der Fließtext bietet den Besuchern die Chance, sich noch eingehender über das jeweilige Produkt zu informieren. Die oberste Priorität sollte daher darin liegen, seinen potentiellen Kunden näher zu bringen, wie sie davon profitieren können.

Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass die Keywords, über welche die Besucher auf die Landing Page gekommen sind, auch öfter im Fließtext vorkommen. Viele Menschen überfliegen einen Text zuerst nur, um zu sehen, ob er überhaupt relevant für sie ist. Wer also Keywords miteinbaut, stellt sicher, dass die Kunden den Text als Antwort auf ihre Suche identifizieren.

Die wichtigsten Infos sollten gleich zu Beginn im Text erwähnt werden und immer aus Sicht des höchsten Kundennutzen formuliert werden. So sollte man besser Phrasen wie „Sie profitieren“ verwenden statt „Wir bieten“.

Auch die Lesbarkeit darf nicht außer Acht gelassen werden. Ein gut strukturierter Text, mit Überschriften, Unterüberschriften und mehreren Absätzen liest sich einfach viel leichter.

Kurze Sätze helfen dabei den Leser nicht unnötig zu verwirren. Am besten, man testet seinen Text mithilfe des „Flesch-Index“.

Generell gilt für den Fließtext die Faustregel: So lang wie nötig, so kurz wie möglich. Übertreiben sollte man es nicht, da das die Absprungrate erhöhen würde.

Aufzählung

Grundsätzlich muss man zwischen zwei Arten von Benutzern unterscheiden. Die eine Kategorie liest keinen Text und sucht nur nach optischen Auffälligkeiten. Für diese Besucher ist der Heroshot optimal. Die andere Kategorie ist schon eher Textaffin und befasst sich eingehender mit dem Fließtext der Landing Page, um möglichst viele Infos zu sammeln.

Die Aufzählung funktioniert also quasi als Zwischending, welches die wichtigsten Infos aus dem Text, visuell einfach aufbereitet. Um es auch hier nicht zu übertreiben, sollte eine Aufzählung nicht mehr als 7 Punkte beinhalten.

Da die wichtigsten Punkte aus dem Fließtext zugleich auch immer die besten Vorteile für den Kunden darstellen, ist es ratsam nicht einfach nur langweilige Bullet Points zu verwenden. Symbole wie etwa ein grünes Häkchen ü machen schon einen sehr viel positiveren Eindruck.

Leadtext

Ein Leadtext ist als optional anzusehen und ist bei sehr vielen Landing Pages gar nicht von Nöten. Die Hauptfunktion eines Leadtexts ist es, ein bestimmtes Produkt genauer zu erklären.

Wer also ein stark erklärungsbedürftiges Produkt an den Mann bringen will, ist mit einem kurzen Leadtext, mit aufklärender Funktion, gut bedient.

Trustelement

Trust (Vertrauen) ist deswegen so immens wichtig, weil man nie vorhersehen kann, von wo seine Kunden kommen werden. Manche Benutzer geraten einfach durch puren Zufall auf einer Seite. Um mit diesen Personen warm zu werden, muss man Vertrauen aufbauen.

Inzwischen hat sich eine Vielzahl von verschiedenen Elementen bewährt, welche dabei helfen, die Vertrauenswürdigkeit seiner Landing Page enorm zu steigern.

  • Testimonials
    Das sind positive Bewertungen von anderen Kunden. Diese Methode erweist sich fast immer als äußerst effektiv.

  • Auszeichnungen & Siegel
    Zum Beispiel von Trusted Shops, wenn man selbst einen Online Shop betreibt.

  • Logos
    Soll eine Zahlung abgewickelt werden, sind die Logos von Kreditinstituten (z.B. Visa oder Master Card) immer von Vorteil.

  • Erwähnungen in Fachzeitschriften
    Dabei kann es sich beispielsweise um einen Bericht von Stiftung Warentest

Außerdem kommt es sehr gut an, wenn man sich selbst vorstellt. Die Über Uns Seite bietet den Besuchern einen guten Eindruck, mit wem sie es genau zu tun haben und ob diese Person vertrauenswürdig erscheint. In Kombination mit einer Telefonnummer und/oder einer E-Mail-Adresse, um jederzeit für Fragen erreichbar zu sein, wirkt man gleich viel „echter“ auf seine Benutzer.

Auf Werbung sollte möglichst ganz verzichtet werden. Das lenkt die Besucher ab und wirkt im schlimmsten Fall abschreckend.

Die höchsten Zweifel entstehen in der Regel bei der Eingabe persönlicher Daten in Formulare. Leider ist es nun mal so, dass manche Daten abgefragt werden müssen, um einen Kauf erfolgreich abwickeln zu können. Hierbei hat es sich bewährt, zuerst nur die E-Mail-Adresse abzufragen und im zweiten Schritt auf eine separate Seite weiterzuleiten, auf der die restlichen Kundendaten eigegeben werden müssen.

Bei Formularen sollte immer darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Daten nicht missbräuchlich verwendet werden oder an dritte weitergegeben werden.

Call to Action

Ohne den Call to Action (CTA) ist die komplette Landing Page unbrauchbar. Der ganze Sinn einer guten Landing Page besteht darin, den Besucher zu einer bestimmten Handlung aufzufordern und dadurch die Conversion zu steigern.

Ein CTA-Button muss sofort ins Auge springen und klar ersichtlich sein (wie in Abbildung 1 dargestellt). Kurz gesagt, der Call to Action muss sich von der restlichen Seite hervorheben.

Die richtige Wortwahl ist allerdings genauso entscheidend für den Erfolg eines Call to Action. Dabei darf ruhig mit Imperativen und Ausrufezeichen (!) gearbeitet werden.

Des Weiteren sollte sich ein CTA auch unbedingt im sichtbaren Bereich der Webseite befinden. Sprich, die Besucher sollten nicht zuerst scrollen müssen, um die gewünschte Handlung auszuführen.

Zusammenfassung

Wie bereits erwähnt, ist es nicht zwingend notwendig, auf alle 7 Elemente zurückzugreifen um eine erfolgreiche Landing Page zu erstellen.

Abbildung 2: optimale Verwendung der Elemente

Eine Headline und ein Call to Action sind aber für jede Landing Page unerlässlich.

Mit Aktionen wie Rabatten oder versandkostenfreie Zustellung kann man seine Besucher noch stärker dazu verlocken, einen Kauf zu tätigen.

Wirksam sind auch Techniken, die den Anschein erwecken, es seien nur noch wenige Stück eines bestimmten Produktes vorhanden. Denn etwas, das rar ist verbindet der Mensch unbewusst mit etwas Wertvollem. „Nur noch 3 Exemplare auf Lager“ ist ein bekannter Satz, bei zahlreichen Online-Shops.

Wie in Abbildung 2 dargestellt funktioniert auch der sogenannte Social Proof (sozialer Beweis). Damit ist gemeint, dass Menschen sich von den Handlungen anderer Menschen zu verleiten zu lassen, genau das Gleiche zu tun. Dabei kann es sich unter anderem um eine hohe Zahl an positiven Kundenbewertungen handeln. Social Proof eignet sich somit auch hervorragend als Trustelement.

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