Erste Schritte bevor du eine neue Webseite startest

Nur über SEO zu schreiben und die Best Practices in der Theorie zu zeigen ist nett, hilft dir als Leser in der Praxis aber nicht immer weiter.

Aus diesem Grund habe ich kurzerhand beschlossen, eine neue Webseite zu starten und diese in Bilderbuch Manier der professionellen Suchmaschinenoptimierung aufzubauen. Den gesamten Prozess mit Einblicken hinter die Kulissen, werde ich auf diesem Blog hier dokumentieren.

So bekommst du Hands-on Erfahrung aus der Praxis, für die Praxis. Ganz einfach zum Nachmachen.

Dabei spielt es keine große Rolle, ob du noch gar keine eigene Webseite hast oder ob du schon etwas weiter bist. Du kannst hier immer wieder vorbeischauen und an der Stelle einsteigen, wo es für dich gerade passt.

Wovon soll die neue Webseite handeln?

Die erste Frage ist wohl die einfachste und gleichzeitig auch schwierigste Frage, die du dir stellen musst. 

An dieser Stelle sollte ich vielleicht einen kurzen Disclaimer einbauen. Dieser Artikel richtet sich nicht direkt an jene Menschen, die nur eine kleine Webseite für ihren Handwerksbetrieb erstellen wollen. Zwar kannst du in so einem Fall bestimmt ein paar nützliche Dinge mitnehmen, aber dieser Artikel ist eher für Leute geeignet, die einen eigenen Blog oder eine Nischenseite starten wollen.

Ich selbst habe mir mehrere Tage Bedenkzeit gegeben, um diese Frage zu beantworten. Jedoch musste jede Idee, aus der eine Webseite entstehen konnte, folgenden Kriterien entsprechen:

  1. Es muss sich um ein Thema handeln, dass mich auch nach Monaten harter Arbeit noch begeistert.
    Dies sollte man nicht unterschätzen, da es immer seine Zeit dauert, bis SEO Maßnahmen greifen. Die neue Website muss daher eine wahre Leidenschaft aufgreifen, damit du lange genug am Ball bleibst.

  2. Die Menschen müssen danach suchen!
    Es bringt dir rein gar nichts, regelmäßig Top-Inhalte über ein Thema zu veröffentlichen, das niemanden juckt. Damit will ich nicht sagen, dass deine Begeisterung für Erkrankungen von neugeborenen Goldhamstern im 19. Jahrhundert schlecht ist. Du wirst dann eben niemals Kapital aus deiner Seite schlagen bzw. mit Fans interagieren können, weil sich sonst niemand dafür interessiert.

  3. Es dürfen nicht nur Online Shops auf der ersten Seite ranken.
    Dieser Punkt knüpft am vorherigen an. Wenn es keine wirklich erfolgreichen anderen Blogs zum jeweiligen Thema gibt, ist es für mich persönlich durchgefallen. Online Shops sind ein ganz eigenes SEO Kaliber und für diesen und weitere Artikel zur Darstellung weniger sinnvoll.

  4. Man muss damit Geld verdienen können.
    Zwar dient die neue Webseite hauptsächlich dazu, um SEO Praktiken zu zeigen und diese wiederum hier festzuhalten, aber man weiß ja nie, was so passieren kann. Und vorzuzeigen, wie man mit einer neu erstellten Seite letzten Endes sogar bares Geld verdienen kann – aus welchen Quellen wird sich erst zeigen – ist wohl der ultimative Test für Suchmaschinenoptimierer. 

Jedes Thema, welches nicht alle 4 Punkte erfüllen konnte, schaffte es nicht in die engere Auswahl. 

Wie du anhand der genannten Kriterien siehst, ist vorweg schon einiges an Recherche notwendig. Außerdem ist es unerlässlich, sich selbst wirklich gut einschätzen zu können.

Für einen Moment habe ich zum Beispiel tatsächlich darüber nachgedacht, eine eigene Webseite zum Thema “Bettwäsche” zu starten. Die monatlichen Suchvolumina und möglichen Subthemen dazu sind der Hammer.

Leider interessiere ich mich nicht die Bohne für Heimtextilien. Darüber hinaus ist es schwer – aber nicht unmöglich! – mit einem Blog gegen die momentanen Spitzenreiter anzukommen, welche sich vorwiegend aus Produktseiten zusammensetzen.

bettwäsche subthemen
Kaum umkämpfte Suchbegriffe mit Tausenden monatlichen Suchanfragen für “Bettwäsche”.

Am Ende dieses Prozesses steht nur noch eine stark gefilterte Auswahl an möglichen Themen für eine neue Seite. In meinem eigenen Prozess hat sich das Thema Finanzen herauskristallisiert. 

Klingt für den ein oder anderen im ersten Moment sehr fragwürdig, da Finanzen bei vielen Menschen einen Würgereflex auslösen. Vielleicht bin ich auch einfach ein Freak. Aber ich war schon immer der Typ, der sich YouTube-Videos dazu ansieht und seinen Freunden bestimmte Begriffe rund um Banken und Investments erklärt.

Natürlich bin ich bei weitem nicht der erste Mensch am deutschsprachigen SEO Markt, der auf die Idee gekommen ist, zu diesem Thema eine eigene Seite zu starten. In der Finanzindustrie lässt sich nicht wenig Geld verdienen, was diesen Markt auch sehr wettbewerbsintensiv macht.

Da die Finanzbranche ein gewaltiger Bereich ist, kann ich selbstverständlich nicht über alles Mögliche auf meiner neuen Seite berichten. Eine schmale Spezialisierung muss her.

Wenn du zum Beispiel beschließen solltest, eine Webseite über Essen zu starten, empfehle ich dir zuerst ausschließlich (rein hypothetisch) über Barbecue zu berichten. Im späteren Verlauf kannst du dann immer noch in andere Bereiche expandieren.

Bezogen auf Finanzen bin ich im deutschen, wie im englischen Sprachraum dann auf folgende grobe Unterbereiche gestoßen:

  • Versicherungen
  • Investment & Geldanlage
  • Kredite & Finanzierungen
  • Persönliche Finanzen
  • Steuern
  • Schuldenberatung
  • Kryptowährungen

Nun ist es allerdings nicht der Fall, dass ich mich persönlich für jede einzelne dieser Subkategorien begeistern kann. Schon beim Gedanken an Versicherungen oder Steuern schläft mir das Gesicht ein. Auch zu Kryptowährungen fällt mir herzlich wenig ein.

Meine Leidenschaft liegt eher im Bereich der Investments und Geldanlage. Genauer gesagt, war es mir schon immer ein Dorn im Auge, wie ungerecht einige Finanzprodukte gegenüber dem Endverbraucher sind. 

Daraus entstand die Idee, einen Blog zu starten, auf dem ich Finanzprodukte wie z.B. bekannte Fonds Stück für Stück auseinander nehme. Der gesamte Prozess wird schließlich auf meiner neuen Seite dokumentiert, was schlussendlich wiederum hier dokumentiert wird.

Um nicht nur auf trockene Produktanalysen zu setzen – und von deren mageren monatlichen Suchanfragen abhängig zu sein – werden zudem Fachbegriffe aus der Finanzindustrie verständlich erklärt.

Zusammengefasst soll das Ziel meiner neuen Seite also sein, dass sich Endverbraucher besser auf ein Gespräch mit ihrem Finanzberater vorbereitet fühlen. Dass sie nicht mehr auf den “gut gemeinten Rat” von Beratern, Makler, Freunden oder Familie angewiesen sind.

Und mit diesem Worten steht dann auch schon das sogenannte “Editorial Mission Statement”. Ein Leitbild nach dem sich alle Inhalte einer Webseite bzw. eines Unternehmens richten sollen. Jeder Artikel – und jedes Video, falls du darauf setzt – muss sich diesem Leitbild fügen.

Dein eigenes Leitbild findest du, indem du oft genug die Warum-Frage stellst. Die Frage WAS du machst, ist schnell beantwortet. Danach frage dich selbst 4-5 mal WARUM du das machst und du wirst bei deiner Mission ankommen. 

(Na, hättest du am Anfang dieses Artikels erwartet, dass wir so tief in die Materie eintauchen werden? – Ich auch nicht.)

Die Konkurrenz auschecken

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie stark die Konkurrenz ist, ist es nun an der Zeit, deren Seiten und Artikel zu analysieren. 

Sofern du einen Blog über deine Leidenschaft startest, wirst du höchstwahrscheinlich schon mindestens einmal mit anderen Webseiten zum jeweiligen Thema in Kontakt gekommen sein. Immerhin starten wir hier eine neue Webseite zu deinen bisherigen Interessen. 

Du bist trotzdem nicht sicher, welche bekannten Blogs es bisher zu deinem Themengebiet gibt?

Kein Problem!

Mach es so wie ich, springe auf Google und suche nach “Blogs + dein Thema”. So bekommst du zahlreiche Ergebnisse, in welchen die besten und beliebtesten Blogs aufgelistet werden.

beste finanzen blogs
Suchergebnisse in Google für Blogs über Finanzen.

Anschließend analysierst du die Suchergebnisse und die darin vorgeschlagenen Webseiten der Konkurrenz. Ich werfe auch immer gern einen Blick auf den amerikanischen Markt. Dieser verhält sich zwar etwas anders, ist uns aber in vielen Fällen weit voraus.

Außerdem bekomme ich dadurch einige Denkanstöße zu Subthemen, welche im deutschsprachigen Raum noch gar nicht angesprochen wurden.

Für den Bereich Investment & Geldanlage gibt es drei sehr bekannte Internetseiten, wobei jede davon mehr als 10.000 monatliche Besucher nur über Google bekommt.

  1. Finanzrocker
  2. Finanzwesir
  3. Madame Moneypenny

Alle 3 sind hervorragende Beispiele dafür, wie es richtig funktioniert und haben – meiner persönlichen Meinung nach – wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient, als sie im Moment bekommen. 

Selbstverständlich gibt es noch dutzende weitere Finanzblogs, welche ebenfalls großartige Arbeit leisten und ein paar Tausend monatliche Besucher bekommen. Jeden einzelnen davon hier aufzuzählen würde allerdings den Rahmen sprengen.

Bei der Analyse fällt mir zudem auf, dass viel über ETFs und passives Investieren gesprochen wird. Meine eigene Idee, nämlich Lücken in ungerechten Finanzprodukten zu entlarven, kommt in diesen Blogs kaum vor. Ein gutes Alleinstellungsmerkmal.

Content Lücken finden 

Im nächsten Schritt wird das Tool von Ahrefs genutzt, um mögliche Content Lücken der Konkurrenz zu finden.

(Bei Ahrefs handelt es sich um kostenpflichtige Software, die dir dabei hilft, Webseiten im Detail zu analysieren. Die Testversion dazu gibt es schon für wenige Euro.)

content lücke bei finanzblogs
Die Content Gap Funktion gibt wertvolle Einsichten zur Konkurrenz.

Mithilfe eines Suchfilters findest du sofort diejenigen Keywords, welche wenig Konkurrenz haben und mindestens eine der genannten Seiten unter den Top 10 ranken.

Dieser Schritt ist zwar in diesem frühen Stadium – die neue Webseite steht ja noch nicht einmal – nicht zwingend notwendig, aber definitiv hilfreich. Diese Vorgehensweise nutze ich im späteren Verlauf, wenn mir keine neuen Blogthemen mehr einfallen, regelmäßiger.

Um deine eigene Webseite starten zu können, brauchst du selbstverständlich noch nicht alle Content Lücken deiner Konkurrenz zu kennen.

Deine neue Domain registrieren

Nun ist es an der Zeit, dir einen Namen für deine neue Webseite zu überlegen. Im Idealfall kommt der Titel deiner Webseite auch in der Domain vor.

Zumindest in Sachen “Branding” ist dies auf jeden Fall empfehlenswert. 

Welche Top Level Domain – das sind die Endungen mit “.com” oder “.de” – du dabei nutzt ist weniger von Bedeutung was die Suchmaschinenoptimierung betrifft. Für Endnutzer hingegen kann es eine große Rolle spielen, ob man eine Domain für “.at” (Österreich) oder “.ch” (Schweiz) registriert.

Um Missverständnissen vorzubeugen habe ich mich daher für die unparteiische “.com” (Commercial) Variante entschieden.

Eine Domain kannst du entweder separat beantragen oder direkt bei deinem Hosting Anbieter zukaufen. Normalerweise bekommst du, je nach Anbieter, auch eine oder mehrere Domains gratis zu deinem Paket dazu.

Wer eine neue Webseite starten will, braucht in den meisten Fällen nicht direkt das teuerste Paket eines Hosting Anbieters.

Für lokale Betriebe wie Handwerker oder kleine Nischenseiten ist ein günstiges Paket für ein paar Euro pro Monat meist völlig ausreichend.

hosting pakete webgo

Ich persönlich nutze das “Profi Paket” von webgo. Wie im Bild zu sehen ist, sind darin sogar 6 kostenlose Domains inklusive. Wenn du ebenfalls schon ein Paket für eine bestehende Webseite besitzt, hast du möglicherweise auch noch kostenlose Domains zur Verfügung.

Falls nicht, ist das auch kein Grund zur Panik.

In der Regel kostet eine neue Domain zwischen 5 und 30 Euro pro Jahr.

domainpreise vergleich

Auf Seiten wie united-domains.de kannst du prüfen, ob deine Wunschdomain noch frei ist. Sollte sie schon vergeben sein, bleiben dir 3 Möglichkeiten:

  • Einen anderen Namen suchen.
  • Eine andere Top Level Domain wählen.
  • Den derzeitigen Besitzer kontaktieren und ihm die Rechte abkaufen.

Ich will ehrlich mit dir sein. Am einfachsten wäre es, wenn du dir einen anderen Namen für deine Webseite bzw. deine Domain suchst. 

Kurzerhand eine andere Top Level Domain zu nutzen – also z.B. “.de” wenn “.net” schon vergeben ist – kann man zwar machen, wäre aber nicht ratsam. Denn offenbar gibt es schon eine bestehende Webseite mit demselben Namen, was in Zukunft bei all deinen Besuchern für Verwirrung sorgen würde.

Wenn du an deiner Entscheidung festhalten möchtest und nur eine einzige Domain für dich in Frage kommt, bleibt dir nur noch die letzte Möglichkeit. Mit dem jetzigen Besitzer Kontakt aufnehmen und ihm die Rechte an der Domain abkaufen. Dieser Prozess kann entweder vollkommen einwandfrei ablaufen oder sich als Alptraum entpuppen.

Ein Beispiel hierfür ist die Webseite “nissan.com”.

nissancom webseite
Es wird sofort deutlich gemacht, dass es sich nicht um die Homepage des Autobauers handelt.

Die Domain gehört nämlich nicht, wie man im ersten Moment vermuten möchte, dem Autokonzern.

Sie gehört tatsächlich einem kleinen Computer-Unternehmen, wessen Gründer auf den Nachnamen “Nissan” hört. Dieser hat zufällig zuerst die genannte Domain gekauft, was der Automarke inzwischen gar nicht mehr gefällt. Seit vielen Jahren wütet nun schon ein Rechtsstreit zwischen den beiden Parteien. Dabei konnte sich das Kleinunternehmen aber immer wieder gegen den Konzern durchsetzen.

Nette Geschichte, bringt uns hier aber nichts. Darum machen wir direkt weiter.

Sobald du dir deine neue Domain endgültig gesichert hast, kann es ein paar Stunden bis hin zu einem ganzen Tag dauern, bis diese offiziell registriert ist.

Falls es dir zu diesem Zeitpunkt schon unter den Fingernägeln brennt und du wissen möchtest, wie ich meine eigene Domain für die Finanzseite genannt habe… sie heißt “inflationaer.com”.

Weil es ja darum gehen soll, erfolgreich gegen die Inflation anzukämpfen. Außerdem hat sich der Name in meinem Kopf gut angehört, zumindest was zukünftige Markenbildung betrifft.

Zurzeit sieht man aber noch nicht viel, wenn man die Domain im Browser eingibt.

inflationaer seite
In Zukunft werde ich die Seite weiter ausbauen.

Damit weiß die Welt schon mal, dass das hier mein Spielplatz ist. Hier gelten ab sofort meine Regeln, genauso wie auf deiner Webseite deine eigenen Regeln gelten. 

Nachdem diese elementaren Schritte gesichert sind, können wir uns endlich dem Design und grundsätzlichen Aufbau der neuen Webseite widmen.

Die Basis für das Design wählen

Das Design einer Webseite ist wie ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist es unglaublich wichtig, ein sauberes und einheitliches Webdesign zu haben. Andererseits kann man sich zu schnell darin verlieren, das Design noch ein bisschen besser zu machen, obwohl man sich eigentlich anderen Dingen widmen müsste.

Ich persönlich gehe hier so banal wie möglich vor. 

Zuerst wird – wieder einmal – ein Blick auf die Mitbewerber-Seiten geworfen. Welche Farbkombinationen nutzen diese und welche Farben sind noch nicht besetzt?

Was die oben genannten Webseiten zu Finanzen betrifft, sind hier verschiedene Blau-, Grün- und Gelbtöne vorhanden. Selbst im englischsprachigen Markt gibt es sehr bekannte Seiten, welche auf die Farbe Grün setzen, wie zum Beispiel Nerdwallet.

beispiel nerdwallet finanzblog

Damit steht für mich fest, dass ich mich eindeutig davon abheben will. Entweder mit knalligen roten Farben oder mit einem schlichten schwarzen Design. Die Seite soll am Ende nur keinen billigen Eindruck machen. 

Da es sich um einen Blog im klassischen Sinne handeln wird, müssen auch die neuesten Beiträge immer gut sichtbar auf der Homepage zu sehen sein. Auf diese Weise müssen Besucher/Leser nicht großartig auf die Suche gehen, wenn sie nur die aktuellsten Beiträge konsumieren wollen.

Die Seite von Wirecutter zeigt vorbildlich, wie sauber die Homepage eines großen Blogs aussehen kann.

wirecutter beispiel für blog

Bei Wirecutter handelt es sich um eine klassische Affiliate Seite. Das bedeutet, dass sie verschiedenste Produkte testet und die besten davon auf ihrer Webseite empfiehlt und auf die Webseite des Herstellers/Verkäufers verlinkt.

Klickt man als Leser auf diesen Link und kauft genannten Artikel, bekommt Wirecutter eine Provision direkt vom Hersteller für die Empfehlung.

Wirecutter hat dies so gut gemacht, dass sie schon 5 Jahre nachdem sie online gegangen sind, von der New York Times Company aufgekauft wurden. Um satte 30 Millionen Dollar!

Es lohnt sich also, sich ein Beispiel an den Großen zu nehmen.

Du kannst meine Vorgehensweise gerne kopieren, wenn du das Design für deine eigene Webseite festlegen musst. 

An dieser Stelle muss ich auch offen gestehen, dass ich kein gutes Auge für visuelle Dinge habe – daher auch der banale Prozess. Ich bin eher der Typ für die Inhalte und das Pragmatische.

Wenn du dir mehr Zeit nehmen willst, um dich intensiver mit Webdesign auseinanderzusetzen, ist das absolut verständlich. Achte nur darauf, dich nicht in Kleinigkeiten zu verlieren.

Je schneller eine Webseite online ist, desto eher kann sie bei Google indexiert sein und ranken.

Artikel vorbereiten

Im letzten Punkt, bevor dein neuer Blog gestartet wird, geht es darum ein paar Artikel noch vor Veröffentlichung fertig zu haben.

Sobald eine Webseite “On Air” ist, wollen wir Traffic darauf leiten. Es dauert immer mehrere Monate (je nach Branche), bis du wirklich gute Positionen in den Suchmaschinen einnimmst. 

Diese Zeit wird am besten mit anderen cleveren Marketingmaßnahmen überbrückt. Inzwischen ist es ein Kinderspiel geworden, neue Besucher über Social Media auf eine Webseite zu bekommen. Selbst dann, wenn diese gerade mal einen Tag alt ist.

Aber was würde es für einen Eindruck machen, wenn du zwar ein paar Besucher bekommst, deine Seite allerdings völlig inhaltslos ist?

youtube ohne inhalte
Stell dir mal vor auf YouTube würde es keine Inhalte geben.

“Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck!”, sagt man so schön. Und genau nach diesem Prinzip werde ich auch bei meiner eigenen Webseite vorgehen.

Lass dir ruhig Zeit, dein ausgesuchtes Thema gründlich zu durchforsten und zu recherchieren. SEO war noch nie ein Sprint. 

Am besten du fängst mit Long-Tail Keywords an, welche kaum umkämpft sind. Ich nutze dazu den Keyword Explorer von Ahrefs. Damit kann ich auf einen Schlag hunderte Suchbegriffe zu meinem Thema ausfindig machen und gleichzeitig die “Härte” der Konkurrenz analysieren.

Hier ein paar Signale, auf die ich bei der Keyword Recherche für eine neue Seite achte:

  • Es ranken vorwiegend informative Artikel auf Seite 1 bei Google. 
  • Ein paar Hundert monatliche Suchanfragen reichen vollkommen aus.
  • Long-Tail Keywords mit 3 oder mehr Wörtern werden bevorzugt.
  • Mindestens eine Seite unter den Top 10 Suchergebnissen muss ein Domainrating* unter 30 haben. Das zeigt, dass auch schwächere Seiten eine Chance haben.
  • Die jetzigen Suchergebnisse sollten möglichst nicht mehr up-to-date sein.

*Domainrating ist ein von Ahrefs definierter Wert, welcher die Stärke es Linkprofils einer Webseite angibt. Je höher das Domainrating, desto schwerer wird es, dagegen anzukommen.

Recherchearbeit ist immer etwas aufwendig, macht sich im Nachhinein aber doppelt bezahlt. 

Hab keine Angst davor, für den Anfang Keywords zu targetieren, die nur wenige Hundert Suchanfragen haben. Wenn du diese richtig gut abdeckst, kannst du selbst mit 10 Artikeln richtig gute Besucherzahlen erzielen. 

Eine Seite, die für einen Begriff auf der ersten Seite rankt, rankt auch automatisch für zig andere Suchbegriffe. Einfach deshalb, weil die Menschen zwar dasselbe Ergebnis wollen, aber auf verschiedenste Weisen in Google danach suchen.

ahrefs studie zu keywords
Eine Studie von Ahrfes zeigt, für wie viele Keywords eine Seite bei Google in der jeweiligen Position rankt.

In der Regel sind 3 bis 4 Artikel ausreichend, um eine Webseite online zu bringen. 

Sobald die Artikel fertig eingebettet sind, kannst du deine Webseite guten Gewissens – mit Impressum und Datenschutzrichtlinien – veröffentlichen. 

Von da an beginnt das richtige SEO Spiel, mitsamt Backlink-Aufbau, Social SEO und allem drum und dran.

Fazit

Mit den genannten Schritten hast du ein solides Fundament für eine neue Webseite gelegt. Ab jetzt kannst du dich voll auf Content Marketing, Suchmaschinenoptimierung und die Promotion über andere potentielle Kanäle konzentrieren.

Mit anderen Worten: Die wahre Arbeit geht erst richtig los.

Ob du mit deinem Vorgehen tatsächlich erfolgreich sein wirst, zeigt sich dabei leider immer erst im Nachhinein. Du musst also gewillt sein, ein gewisses Risiko auf dich zu nehmen, um deine Webseite bei Google auf Seite 1 zu bringen.

Meinen eigenen Prozess werde ich, wie in der Einleitung versprochen, hier in meinem Blog weiter dokumentieren. Damit kannst du ähnliche Schritte für dich nachmachen oder aus purem Interesse meinen Weg begleiten. In beiden Fällen, bist du hier gerne willkommen 😉

Viel Spaß beim Aufbau deiner eigenen neuen Seite!

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